BY21012T Literarische Spurensuche in Hessen - Bad Wildungen Kur - und Kulturstadt
| Beginn | Mi., 15.04.2026, 09:00 - 17:45 Uhr |
| Kursgebühr | 39,00 € |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursleitung |
Jutta Sporer
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In und um Bad Wildungen entspringen heilkräftige Quellen, deswegen darf sich die Kurstadt bereits seit 1906 "Bad" nennen .
Schon damals profitierten prominente Gäste vom gesundheitsförderndem Wasser. Im Mittelalter wurden wertvolle Kupfererze abgebaut. Dem Bergbau verdankt die Stadt eine besondere Beziehung zu den Märchen der Brüder Grimm:
In den Stollen wurden Kinder eingesetzt, die wegen der Arbeit unter Tage kleinwüchsig blieben. Für die Figur Schneewittchen könnte eine Wildunger Grafentochter Patin gestanden haben. Margarethe, die Tochter des Grafen Philipp IV., die mit nur 21 Jahren vergiftet wurde.
"Wie schön leuchtet der Morgenstern" und "Wacht auf, ruft uns die Stimme!" Diese bekannten Lieder verfasste der Theologe und Kirchenlieddichter Philipp Nicolai, der als Pfarrer, Hofprediger und Erzieher des jungen Grafen in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Altwildungen lebte und wirkte. Die Namen Gottfried von Viterbo, Rudolf von Ems, Rudolf Lorenz und Christian Fleischhauer sind auf unterschiedliche Weise mit der Stadt verbunden. Die engen Gassen, die beeindruckenden Fachwerkfassaden, die kunstvollen Schnitzereien und aufwendig verzierten Haustüren vermitteln mittelalterliches Flair. Umgeben von trutzigen Stadtmauern
mit Wehrtürmen kann man diese Zeugnisse der Vergangenheit im Rahmen einer Gästeführung bestaunen.

