BN10115K Der Weg der Sinti und Roma. Wie Vorurteile, Bilder und Ressentiments einen Völkermord möglich machen können - mit einem besonderen Blick auf die nationalsozialistische Verfolgung in Fulda

Beginn Mi., 20.01.2021, 17:30 - 19:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 3 Termine
Kursleitung Dr. Udo Engbring-Romang

Am 27. Januar 1945 - vor 76 Jahren - wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. In diesem Lager waren rund eine Millionen Menschen ermordet worden. Darunter waren auch rund 18.000 Sinti und Roma, die zuvor in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, in der Tschechoslowakei beheimatet waren. Fast 100 Sinti aus Fulda und der der Umgebung wurden 1943 nach Auschwitz deportiert.
Die Ausgrenzungspolitik gegenüber den Menschen der seit über 600 Jahren hier lebenden Minderheiten fand damit einen Tiefpunkt. Vorurteile und Ressentiments begünstigten in hohem Maße den Völkermord, der erst 1982 von der Bundesrepublik gegenüber den Überlebenden als solcher anerkannt wurde.
Die Geschichte der Ausgrenzungen und Verfolgungen über die Jahrhunderte wie auch Aspekte der eher unbekannten Beiträge der Roma und Sinti zur europäischen Kultur werden angesprochen und dargestellt.
1. Herkunft und Kultur. Vorurteile, Ressentiments und Verfolgungen vom 15. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre
2. Ausgrenzungen, Verfolgungen, Völkermord und abermalige Diskriminierung 1925 bis in die 1970er Jahre, auch in der Stadt- und Regionalgeschichte
3. Veränderungen nach 1980 und nach 1990. Sinti und Roma in Deutschland – Roma in Europa zwischen politischem Aufbruch und fortgesetzter Diskriminierung?

Lit.:
Karola Fings, Sinti und Roma, München 2016
Udo Engbring-Romang, Fulda – Auschwitz. Marburg 2006
Udo Engbring-Romang, Der Weg der Sinti und Roma, Marburg 2018




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Termine

Datum
20.01.2021
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
online
Datum
27.01.2021
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
online
Datum
03.02.2021
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
online